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Privatistische Utopie. (Tagebuch)

12.2....Nadas sagt: "Ich mache jeden Tag sorgsam etwas,was ich eigentlich nicht nur nicht begründen kann, sondern für völlig sinnlos halte. Warum ich das mache, bleibt eine ständige Frage...Ich versuche jeden Tag, Sein und Schein auseinanderzuhalten oder im Zusammenhang zu verstehen...".

Bei mir ist das nicht unähnlich, allerdings stelle ich mir die Sinnfrage so nicht bezw. das Staunen darüber, was wann und wie bezw. dass es überhaupt zustande kommt, überwiegt.
So gestern, als ich nach Tagen und Wochen des Wartens und Abwartens auf einen Streich zuerst die drei grossen Leinwände, die schon bereit waren und dann gleich nochmals drei in Rot,Gold, Violett und Gelb in Angriff genommen und gesetzt habe. Wie es weiter geht nun nach der ersten Euphorie, macht mir im Moment keine Sorgen gottlob, es ist die schiere scheue Freude an dem, was da zur Welt gekommen ist.

23.2....Die Teile verweigern sich...
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5.3....Zwischendurch die neue Papierarbeit,aus Verlegenheit zuerst, der Not gehorchend, dann aber plötzlich befreit und gewissermassen von selbst sich fortschreibend. Daneben: Aus drei Leinwänden vier gemacht, versaut, vercheibet und dann noch halbwegs gerettet. Stehenlassen...

9.3...."On est ce que l`on garde." Bei der Durchsicht des Picasso-Archiv-
Katalogs, der tausende von papiers ausbreitet, alles was sich in diesem langen Leben angesammelt hat (bezw. durchaus absichtsvoll aufbewahrt wurde), der Gedanke, wie sehr mein Leben auch in dieser Zeit noch verwurzelt ist, wo Papier das zentrale Träger- und Uebermittlermaterial war. Schriftlichkeit als handfester Ausdruck dessen, was mitteilbar ist, unbeleckt noch von den Möglichkeiten des digitalen anything goes.
Und wie mir diese Teilhaftigkeit kostbar und wertvoll vorkommt, aber nicht im nostalgisch verklärenden Sinn sondern lebendig, genuin, selbstverständlich.
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